Juni
1
VORTRAG

Tanz am Abgrund. Die Toten schicken solche Träume

1. Juni 2017, 18 Uhr, Felix-Nussbaum-Haus
Eintritt frei
Vortrag Dr. Hedwig Müller, Dr. Patricia Stöckemann

Der moderne Tanz brachte in den 1920er Jahren eine Fülle neuer Ausdrucksformen und Stile hervor. Mit Beginn des NS-Regimes 1933 wurde er gleichgeschaltet, musste der nationalsozialistischen Ideologie und den erlassenen (Rasse-)Gesetzen Folge leisten. Am Beispiel seiner Protagonisten Rudolf von Laban, Mary Wigman und Kurt Jooss beleuchtet der Vortrag den Übergang des Ausdruckstanzes von den 1920er Jahren der Weimarer Republik in die 1930er Jahre der Hitler-Diktatur. Aufgezeigt werden Kontinuitäten und Brüche durch Anpassung und Emigration.

Juni
11
PERFORMANCE

In Resonanz

Performance des Tanztheaters Stakkato

11. Juni 2017, 14.30 und 16.30 Uhr, Felix-Nussbaum-Haus
Tickets sind zum regulären Museumspreis im Museumsladen des Felix-Nussbaum-Hauses erhältlich: museumsladen@osnabrueck.de. Wegen begrenzter Räumlichkeit wird um Voranmeldung gebeten.

Die Performance ist ein Dialog mit der Sonderausstellung „Danse Macabre. Tanz und Tod in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts“ sowie mit der architektonischen Besonderheit dieses Ortes. Die Tanz- und Klangkomposition (Choreografie Erneste Junge, Klangkomposition Franko Frankenberg, Kostüme Patricia Mersinger) vermittelt atmosphärisch eine zeitlose Dimension individueller Vergänglichkeit. Das bekannte Ensemble Stakkato, 1990 von der Tänzerin und Choreografin Erneste Junge in Osnabrück gegründet, steht für innovative Produktionen. Neben streng komponierten Bühnenstücken gehören auch experimentelle Performanceprojekte in unterschiedlichen Innen- und Außenräumen zum Repertoire.

Juni
12+16
LESUNG UND TANZ

Bach-Präludien

Choreografie von Marianne Vogelsang für Manfred Schnelle und Lesung von Ralf Stabel aus seiner noch unveröffentlichten Biografie über Marianne Vogelsang

12. + 16. Juni 2017, 19.30 Uhr, emma-theater
Eintritt 19 €
Mit Nils Freyer, Tanz; Ulrike Buschendorf, Klavier

Die gebürtige Dresdnerin Marianne Vogelsang (1912-1973) war Schülerin von Gret Palucca und gehörte zu den Pionierinnen des Ausdruckstanzes. Kurz vor ihrem Tod choreografierte sie die Bach-Präludien, in denen sie sich auf subtile Weise mit dem Werk  J.S. Bachs auseinandersetzte. Dieses Stück übertrug sie als ihr Vermächtnis dem Dresdner Tänzer und Choreografen Manfred Schnelle. Um Vogelsangs Choreografien für die Zukunft zu bewahren, gab Manfred Schnelle sein Wissen an die junge Tänzergeneration weiter und studierte die Bach-Präludien mit dem Berliner Tänzer Nils Freyer ein. Kurz vor Abschluss dieser Arbeit starb Manfred Schnelle im Februar 2016. Michaela Fünfhausen, die dieses Stück auch einst von ihm erlernt hatte, brachte das Projekt zum Abschluss.

Anschließend an das 35-minütige Solo liest Ralf Stabel aus seiner noch unveröffentlichten Biografie über Marianne Vogelsang. Der Publizist und promovierte Historiker ist Leiter der Staatlichen Ballettschule Berlin und Schule für Artistik sowie Professor an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin.

Gefördert von Tanzfonds Erbe

Juni
22
VORTRAG

Die Verlebendigung der Toten

Totentänze und andere Motive

22. Juni 2017, 19 Uhr, Forum am Dom
Eintritt frei

Referent Prof. Dr. Reiner Sörries

Dass die Begegnung mit Toten nicht nur unheimlich oder gar bedrohlich sein muss, sondern auch als helfend und unterstützend erfahren werden konnte, zeigt eine faszinierende Reise durch die Vorstellungs- und Bildwelten unserer Tradition.

Jun
25
FÜHRUNG

Kuratorinnenführungen

Mit Musik zur Installation While Dictators Rage von Michal Helfman

23. April 2017, 11.30 Uhr
25. Juni 2017, 11.30 Uhr, Felix-Nussbaum-Haus
Kosten: 2 Euro pro Person zzgl. Museumseintritt

Die Führung gibt einen Überblick in das Thema Tanz und Tod in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und stellt die herausragenden Exponate der Ausstellung vor. Im Anschluss an den Rundgang bietet sich die Gelegenheit, die zeitgenössische Installation While Dictators Rage (2013) mit einer musikalischen Live-Performance zu erleben. Die israelische Künstlerin Michal Helfman (* 1973) setzt sich in ihrer Arbeit mit dem Felix Nussbaum-Gemälde Triumph des Todes von 1944 auseinander und beleuchtet das Thema aus zeitgenössischer Perspektive. Mijeong Yang (Violine) und Shabnam Parvaresh (Klarinette) spielen eine Variation des populären Musicalschlagers Lambeth Walk, die die israelische Komponistin Shira Yasur für die Installation geschaffen hat. Durch die Ausstellung führt die Kuratorin Anne Sibylle Schwetter.

Feb
10
Auftakt

PRIESTERSEMINAR, GROSSE DOMSFREIHEIT 5
15 –15.45 UHR
Prof. Dr. Reiner Sörries Warum die Toten tanzen. Gedanken zur Geschichte des Totentanzes

15.45–16.15 UHR
Dr. Katja Schneider Zum Sterben schön? Der Tod im Tanz

16.45–17.30 UHR
Dr. Andrea Amort Tod, Rausch, Ekstase – Moderne Totentänze im Expressionismus des 20. Jahrhunderts

17.30–18.00 UHR
Anne Sibylle Schwetter Und noch immer tanzt der Tod. Der Totentanz in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts

HOHER DOM ZU OSNABRÜCK / DIÖZESANMUSEUM
19.30 UHR
Liturgischer Impuls mit Bischof Dr. Franz-Josef Bode im Hohen Dom zu Osnabrück zur Eröffnung der Ausstellung Im Angesicht des Todes. Begegnung zwischen Schicksal und Hoffnung des Diözesanmuseums Osnabrück. Musikalisch mitgestaltet durch die Dommusik.

Feb
11
Auftakt

THEATER AM DOMHOF, DOMHOF 10/11
15 –15.45 UHR
Dr. Hedwig Müller Das Motiv des Todes in Mary Wigmans Werk

16 –17.30 UHR
Podiumsgespräch zum Tanzabend Danse Macabre
Henrietta Horn, Susan Barnett, Frank Lorenz (Schlagzeuger)
Über die Rekonstruktion der Totentänze von Mary Wigman
Marco Goecke, Mauro de Candia, Denis Proshayev (Pianist)
Über choreografische Entwürfe eines zeitgenössischen Totentanzes
Moderation: Dr. Patricia Stöckemann und Dr. Katja Schneider

19 UHR
Einführung zum Tanzabend Danse Macabre für Premierenpublikum

19.30 UHR
PREMIERE DANSE MACABRE
Mary Wigman/Marco Goecke/Mauro de Candia

Feb
12
Auftakt

FELIX-NUSSBAUM-HAUS, LOTTERSTRASSE 2
11.30 UHR
Eröffnung der Ausstellung
Tanz und Tod in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts
Einführung Dr. Wolfgang Henze und Anne Sibylle Schwetter
Musikalischer Beitrag Peter Finger, Vertonung der Ballade Der Totentanz von Johann Wolfgang von Goethe für Gitarre

Mär
04
Chorkonzert

Hugo Distler: Totentanz

4. März 2017, 19.30 Uhr, Hoher Dom zu Osnabrück
Leitung Clemens Breitschaft
Mit dem Osnabrücker Jugendchor

Die vierstimmige Motette Totentanz des deutschen Komponisten Hugo Distler (1908–1942) entstand 1934 für den Totensonntag. Distler beschäftigte sich bereits seit Sommer 1932 mit dem Thema. Eine Inspirationsquelle war der Lübecker Totentanz in der Lübecker Marienkirche, der 1942 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Im selben Jahr nahm sich Distler das Leben.

Mär
13
Liederabend

Liederabend Totentanz

Modest Mussorgsky Lieder und Tänze des Todes
Robert Schumann Davidsbündlertänze op. 6

13. März 2017, 19.30 Uhr, Theater am Domhof/Orchesterstudio
Eintritt 16 €
Mit Rhys Jenkins, Bariton; Denys Proshayev, Klavier

Modest Mussorgsky (1839-1881) komponierte 1875/1877 seinen Liederzyklus, in dem der Tod auf jeweils individuelle Weise ein Kind, eine kranke Frau, einen Bauern und einen Feldherr dem Leben entreißt. Robert Schumann (1810–1856) vertraute einem Freund an, dass es ihm in den Davidsbündlertänzen (1837) nicht nur um Hochzeitsgedanken, sondern auch um „Todtentänze, Veitstänze“ gehe.

Ab Feb
17
Ausstellung 17. Februar bis 8. April 2017

GegenÜber Tod: 5 künstlerische Positionen zu Sterben und Tod

17. Februar bis 8. April 2017, kunstraum hase29 (Hasestr. 29/30)

Anlässlich des Tanzprojekts DANSE MACABRE der Dance Company Theater Osnabrück zeigen zahlreiche Kulturinstitutionen Osnabrücks Ausstellungen zu dieser Thematik. Neben dem Felix-Nussbaum-Haus, dem Diözesanmuseum und der Kunsthalle Osnabrück präsentiert die Gesellschaft für zeitgenössische Kunst im Kunstraum hase29 eine Ausstellung mit Werken von Susanne von Bühlow (Zeichnung), Frank Gillich (Zeichnung), Werner Kavermann (Malerei), Ruppe Koselleck (Video) Klaus Wittkamp (Skulptur / Collage / Zeichnung). Gesellschaft für zeitgenössische Kunst. Kuratiert von Elisabeth Lumme und Robert Stieve.

www.hase29.dewww.gzk-os.de

Apr
06
KONZERT UND LESUNG

Der Tod und das Mädchen

Franz Schubert Streichquartett Nr. 14, d-moll
und Texte zum Totentanz

6. April 2017, 19.30 Uhr, Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück
Eintritt 16 €

Das Andante con moto des viersätzigen Streichquartetts (1824) ist eine Variation auf Schuberts 1817 geschaffenes Kunstlied Der Tod und das Mädchen zum gleichnamigen Gedicht von Matthias Claudius. Dies gab auch dem Quartett den Beinamen und macht es zu einem prominenten Beispiel des seit der Renaissance bekannten Sujets von Tod und Mädchen.

Apr
19
FÜHRUNG

MEMENTO MORI und andere Trauersymbole auf den historischen Friedhöfen in Osnabrück.

19. April 2017, 18 Uhr, Hasefriedhof
3. Mai 2017, 18 Uhr, Johannisfriedhof
Treffpunkt: 1. Eingang Bramscher Str./Nähe Friedhofsstr. (Hasefriedhof) / Friedhofskapelle (Johannisfriedhof)
Rundgang mit Ernst Kosche
Veranstalter: Förderkreis Hasefriedhof Johannisfriedhof e.V.

Auf Friedhofsmauern, in Kirchen und Klöstern ermahnten Totentänze im Mittelalter die Menschen zum Memento Mori: Gedenke des Todes! Bedenke, dass du sterblich bist! Bis heute sind Friedhöfe nicht nur Orte der Bestattung sondern auch des Erinnerns und Gedenkens.

Apr
23
FÜHRUNG

Kuratorinnenführungen

Mit Musik zur Installation While Dictators Rage von Michal Helfman

23. April 2017, 11.30 Uhr
25. Juni 2017, 11.30 Uhr, Felix-Nussbaum-Haus
Kosten: 2 Euro pro Person zzgl. Museumseintritt

Die Führung gibt einen Überblick in das Thema Tanz und Tod in der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts und stellt die herausragenden Exponate der Ausstellung vor. Im Anschluss an den Rundgang bietet sich die Gelegenheit, die zeitgenössische Installation While Dictators Rage (2013) mit einer musikalischen Live-Performance zu erleben. Die israelische Künstlerin Michal Helfman (* 1973) setzt sich in ihrer Arbeit mit dem Felix Nussbaum-Gemälde Triumph des Todes von 1944 auseinander und beleuchtet das Thema aus zeitgenössischer Perspektive. Mijeong Yang (Violine) und Shabnam Parvaresh (Klarinette) spielen eine Variation des populären Musicalschlagers Lambeth Walk, die die israelische Komponistin Shira Yasur für die Installation geschaffen hat. Durch die Ausstellung führt die Kuratorin Anne Sibylle Schwetter.

Mai
03
FÜHRUNG

MEMENTO MORI und andere Trauersymbole auf den historischen Friedhöfen in Osnabrück.

19. April 2017, 18 Uhr, Hasefriedhof
3. Mai 2017, 18 Uhr, Johannisfriedhof
Treffpunkt: 1. Eingang Bramscher Str./Nähe Friedhofsstr. (Hasefriedhof) / Friedhofskapelle (Johannisfriedhof)
Rundgang mit Ernst Kosche
Veranstalter: Förderkreis Hasefriedhof Johannisfriedhof e.V.

Auf Friedhofsmauern, in Kirchen und Klöstern ermahnten Totentänze im Mittelalter die Menschen zum Memento Mori: Gedenke des Todes! Bedenke, dass du sterblich bist! Bis heute sind Friedhöfe nicht nur Orte der Bestattung sondern auch des Erinnerns und Gedenkens.

Mai
15
VORTRAG

„Die Toten schicken solche Träume“

Vom Ausdruckstanz zum Deutschen Tanz

15. Mai 2017, 19.30 Uhr, Theater am Domhof/Oberes Foyer
Eintritt 5 €
Vortrag mit Musikbeispielen von Ulrike Schumann
Mit Susann Vent-Wunderlich, Sopran; Akira Nakamura, Klavier

Anhand ausgewählter musikalischer Beispiele gibt der Vortrag einen Einblick in eine hochspannende Epoche, in der dem Thema „Tod“ und seiner Darstellung im Musiktheater eine besondere dramaturgische Funktion zukam.